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Goldadler jagen Seriensieger aus Österreich

DSV-Athleten kommen als Olympiasieger zur Vierschanzentournee

Auftaktspringen Vierschanzentournee

Die deutschen Goldadler machen Jagd auf die Seriensieger aus Österreich: Wenn sich vom 27. Dezember bis zum 6. Januar die weltbesten Skispringer zur 63. Vierschanzentournee treffen, ist zehn Tage lang Hochspannung angesagt. Und der Ausgang wie immer völlig offen. Die Vierschanzentournee beginnt in diesem Winter einen Tag eher als üblich, bereits am 27. Dezember mit der Qualifikation in Oberstdorf (Wettkampf am 28. Dezember). Weitere Stationen sind Garmisch-Partenkirchen (31. Dezember/1. Januar), Innsbruck (3./4. Januar) und Bischofshofen (5./6. Januar).

Die deutschen Skisprungfans hoffen darauf, dass nach zwölfjähriger Pause endlich einer der nationalen Adler in die Fußstapfen von Sven Hannawald treten kann. Mit seinem historischen – und bis heute einzigartigen – Tournee-Grandslam in der Saison 2001/2002 ist Hannawald der bislang letzte deutsche Titelträger der prestigeträchtigen Skisprung-Veranstaltung.

Die Vorzeichen für eine starke Performance der deutschen Skispringer sind heuer so gut wie schon lange nicht mehr: Severin Freund (Rastbüchl), Andreas Wellinger (Ruhpolding), Andreas Wank (Oberhof) und Marinus Kraus (Oberaudorf) gewannen bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi Gold und so kommt das Team von Bundestrainer Werner Schuster erstmals mit vier Goldmedaillengewinnern zum Tournee-Auftakt nach Oberstdorf.

Die Motivation stimmt: „Ich habe in den vergangenen Jahren die Tournee nicht bei der Tournee verloren, sondern bereits im Vorfeld. Heuer achte ich darauf, dass mir dieser Fehler nicht noch einmal passiert“, sagte beispielsweise Severin Freund am Rande eines Trainingslehrgangs der deutschen Mannschaft in Oberstdorf kurz vor dem Start in die Weltcupsaison.

Deutschland hat vier Olympiasieger, Österreich vier Tourneesieger. Mit Gregor Schlierenzauer (Fulpmes, 2011/12 und 2012/13), Andreas Kofler (Innsbruck, 2009/10), Wolfgang Loitzl (Bad Mitterndorf, 2008/09) und Vorjahressieger Thomas Diethart (Hinzenbach) stehen gleich vier Athleten der österreichischen Weltcupmannschaft, die in den vergangenen Jahren die Vierschanzentournee dominiert haben. Es fehlt lediglich Thomas Morgenstern (2010/11), der vor der Saison seine Karriere beendet hat. Von 2008/09 an gelang es zuletzt ausschließlich österreichischen Skispringern, die Tournee zu gewinnen, wobei sie insgesamt 17 von 24 Einzelspringen im Rahmen der Tournee gewannen, also eine Siegausbeute von über 70 % erreicht haben.

Die Serie bei der Vierschanzentournee soll auch unter dem neuen Cheftrainer Heinz Kuttin halten. Kuttin löste im Sommer den langjährigen Erfolgstrainer Alexander Pointner ab. Pointner hatte mit dem Team des Österreichischen Ski-Verbandes (ÖSV) innerhalb der vergangenen zehn Jahre einen Rekord nach dem anderen aufgestellt: Neben den sechs Siegen in Folge bei der Tournee gab es 32 Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen, davon 17 aus Gold. Damit ist Pointner der erfolgreichste Trainer der Skisprung-Geschichte überhaupt.

Dass die Vierschanzentournee immer für Überraschungen gut ist, zeigt die Vorsaison. Mit Thomas Diethart aus Hinzenbach gewann ein absoluter Newcomer der Szene die bedeutendste Skisprungveranstaltung der Welt. Pointner hatte den Youngster erst unmittelbar vor der Tournee, beim Weltcup in Engelberg, in die Weltcupmannschaft des ÖSV berufen.

Mit Doppelolympiasieger Kamil Stoch kommt ein heißer Favorit auf den Tourneesieg aus Polen. Der 27-jährige gewann im vergangenen Winter sechs Weltcupspringen und holte sich damit auch den Sieg im Skisprung-Gesamtweltcup. Zur Krönung seiner Karriere fehlt dem Weltmeister von 2013 nur noch der Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee. Mit zum Favoritenkreis zählen der Slowene Peter Prevc (Silber und Bronze in Sotschi, Zweiter im Gesamtweltcup) sowie die starken Norweger um Anders Bardal (Gesamtweltcupsieger 2012/13), oder auch Skisprung-Oldie Noriaki Kasai aus Japan. Der 42-jährige nimmt in diesem Jahr zum sage und schreibe 23. Mal an der Vierschanzentournee teil und ist damit der absolute Rekordhalter, vor dem fünfmaligen
Tourneesieger Janne Ahonen mit 19 Teilnahmen. In Sotschi gewann Kasai Silber auf der Großschanze.

Karten für das erste große Wintersport-Highlight 2014/15 sind bereits im Vorverkauf erhältlich, und zwar online über den Print@home-Ticketservice unter www.vierschanzentournee.com.

Vierschanzentournee
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